Ausbauhaus

Montage eines Wandelements in Holzbauweise Außenansicht eines MAX-Holzbau-Ausbauhauses im Rohbauzustand , MAX Holzbau

Das Wichtigste in Kürze

Definition: Bei einem Ausbauhaus errichtet die Baufirma den Rohbau bzw. die wetterfeste Gebäudehülle – Wände, Dach, Fenster und Außentüren. Den restlichen Innenausbau übernehmen Sie ganz oder teilweise selbst
Preis: Ein Ausbauhaus aus Holz kostet 2026 in der Regel 1.800–2.500 € pro m² Wohnfläche (ab Oberkante Bodenplatte, ohne Haustechnik und Innenausbau) – mehr zu den Preisen
Einsparpotenzial: Je nach Umfang der Eigenleistung lassen sich 10.000 bis 40.000 € an Arbeitskosten sparen – Materialkosten fallen unabhängig davon an
Bauzeit Rohbau: Die wetterfeste Hülle steht durch industrielle Vorfertigung häufig bereits nach 3 bis 8 Werktagen
Zielgruppe: Geeignet für Bauherren mit handwerklichem Geschick, Zeit und idealerweise einem Netzwerk aus Fachleuten für Elektro, Sanitär und Heizung
Bauweise: Möglich als Holztafelbau (industrialisierter Holzrahmenbau) oder als Massivholzbau – bei größeren Projekten auch als Holz-Hybrid-Lösung
Wichtig zu wissen: Für Eigenleistungen übernimmt die Baufirma in der Regel keine Gewährleistung. Realistische Selbsteinschätzung und gute Planung sind entscheidend
Ein Ausbauhaus aus Holz verbindet spürbar geringere Baukosten mit einem Zuhause, das Sie mit eigenen Händen mitgestalten. Alle Ausbaustufen, realistische Preise für 2026 und eine ehrliche Einordnung, wie viel Eigenleistung sinnvoll ist, finden Sie in diesem Ratgeber.

Was ist ein Ausbauhaus? Definition und Bedeutung

Der Begriff „Ausbauhaus“ beschreibt eine bestimmte Ausbaustufe beim Holzhausbau – keine eigene Bauweise. Ihr Bauunternehmen liefert und montiert die tragende Konstruktion sowie die wetterfeste Hülle: Außenwände, Dachkonstruktion mit Eindeckung sowie Fenster und Außentüren. Sobald das Haus „dicht“ ist, beginnt für Sie als Bauherr der zweite Bauabschnitt: der Innenausbau.

Wer macht was? Die Grundaufteilung beim Ausbauhaus

Das übernimmt die Baufirma Das übernehmen Sie als Bauherr
Statik, Tragwerk, Dachkonstruktion Innenwände, sofern nicht tragend
Dacheindeckung, Dämmung der Gebäudehülle Trockenbau, Dämmung im Innenausbau
Fenster und Außentüren, montiert und abgedichtet Bodenbeläge, Malerarbeiten
Wind- und Regendichtigkeit der Hülle Je nach Absprache: Elektro, Sanitär, Innentüren
Wie viel davon Sie tatsächlich selbst übernehmen, ist bei den meisten Anbietern – auch bei MAX Holzbau – individuell verhandelbar. Genau das unterscheidet ein modernes Ausbauhaus von einem reinen Bausatzhaus, bei dem Bauherren häufig auch tragende Bauteile in Eigenregie montieren: Beim Ausbauhaus ist die statisch anspruchsvolle Konstruktion bereits Sache der Fachfirma, Sie steigen erst danach ein.
Voraussetzung vor Baubeginn: Eine tragfähige, ebene und gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützte Bodenplatte oder Kellerdecke muss vorhanden sein, bevor die Montage starten kann – sie ist die Grundlage für den zügigen Aufbau der vorgefertigten Holzelemente. Für Statik, Energieeffizienz (GEG) und Brandschutz gelten dabei dieselben Vorgaben wie bei einem schlüsselfertigen Holzhaus.

Warum Holz als Baustoff für Ausbauhäuser besonders gut geeignet ist

Neben der reinen Kostenersparnis sprechen bautechnische Gründe für Holz als Baustoff eines Ausbauhauses – gerade weil Sie als Bauherr während der Ausbauphase viel Zeit im Rohbau verbringen, profitieren Sie von Anfang an von diesen Eigenschaften:
Gesundes Raumklima Holz ist diffusionsoffen und reguliert die Luftfeuchtigkeit im Innenraum auf natürliche Weise. Hitzeschutz im Sommer Die Speichermasse einer Holzkonstruktion, besonders im Massivholzbau, hält Räume auch an heißen Tagen kühl. Guter Schallschutz Mehrschichtige Wandaufbauten mit Dämmung dämpfen Außen- wie Innengeräusche zuverlässig.
Natürlicher Baustoff Holzkonstruktionen wird in der Baubiologie häufig eine abschirmende Wirkung gegenüber elektromagnetischen Feldern zugeschrieben. Aktiver CO₂-Speicher Holz bindet CO₂ bereits während des Wachstums und speichert es über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes. Schnelle Montage Leicht, formstabil und vorfertigbar – die Gebäudehülle steht dadurch oft innerhalb weniger Tage.
azsbauhaus innenraum scaledInnenraum eines MAX-Holzhauses, MAX Holzbau

Welche Bauweise eignet sich für Ihr Ausbauhaus?

Bauweise Kurz erklärt Bedeutung fürs Ausbauhaus
Holztafelbau (industrialisierter Holzrahmenbau) Senkrechte Holzständer bilden das Tragwerk, die Zwischenräume werden gedämmt. Bei MAX Holzbau werden die Wandelemente komplett im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch montiert – kürzeste Bauzeit bei geprüfter Qualität ab Werk. Wie weit die Wandelemente bei Übergabe bereits verschlossen sind, entscheidet über Ihren Spielraum beim Innenausbau. Klären Sie deshalb genau, bis zu welcher Ausbaustufe die Gefache noch offen für Elektro- und Sanitärleitungen sind.
Massivholzbau Massive, kreuzweise verleimte Holzelemente (Brettsperrholz) ersetzen das Ständerwerk. Innenwände zeigen oft bereits eine ansprechende Sichtholzoberfläche – Sie sparen sich als Ausbauhaus-Bauherr mancherorts sogar den Aufwand für Malerarbeiten.
Holz-Hybrid-Lösung Bei größeren oder mehrgeschossigen Ausbauhäusern kombinieren wir Holz gezielt mit anderen Baustoffen – etwa einer massiven Bodenplatte oder einem Kellergeschoss –, dort wo es statisch oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Sie profitieren weiterhin von allen Holzvorteilen im Wohnbereich, gewinnen aber zusätzliche Flexibilität bei Grundriss und Bauhöhe – sinnvoll, wenn Ihr Ausbauhaus-Projekt über den klassischen Rahmen hinausgeht.
MAX Haus G 250 Innenansicht mit Tisch Stühlen und Sicht auf Terrasse Innenraum eines MAX-Holzhauses, MAX Holzbau

Die Ausbaustufen im Überblick: Vom Rohbau bis schlüsselfertig

„Ausbauhaus“ ist kein fest definierter Rechtsbegriff – jeder Anbieter zieht die Grenze zwischen „das übernehmen wir“ und „das übernehmen Sie“ etwas anders. Damit Sie Angebote vergleichen können, lohnt sich der Blick auf die typischen Zwischenstufen:
Stufe Leistungsumfang Typischer Anteil an Eigenleistung
Rohbau / Ausbauhaus Tragwerk, Dach, Fassade, Fenster und Außentüren montiert, Gebäude wind- und regendicht Sehr hoch – kompletter Innenausbau inkl. Haustechnik
Geschlossene Hülle + Vorinstallation Wie Rohbau, zusätzlich Vorbereitung für Elektro- und Sanitärleitungen Hoch – Trockenbau, Dämmung, Installation im Detail
Technikfertig Haustechnik (Elektro, Sanitär, Heizung) fachgerecht installiert Mittel – Malerarbeiten, Bodenbeläge, Innentüren
Fast schlüsselfertig / „belagsfertig“ Trockenbau, Fliesen in Nassbereichen, Treppe und Innentüren eingebaut Gering – meist nur Malerarbeiten und Bodenbeläge
Bezugsfertig Vollständig bezugsfertig inklusive Malerarbeiten und Bodenbelägen Keine – ggf. nur Außenanlagen
Diese Abstufung zeigt: Sie müssen sich nicht zwischen „alles selbst machen“ und „alles fertig kaufen“ entscheiden. In der Praxis wählen die meisten Bauherren eine Zwischenstufe, bei der die technisch anspruchsvollen und gewährleistungsrelevanten Gewerke – Statik, Dichtigkeit, Elektro, Sanitär – beim Fachbetrieb bleiben, während Malerarbeiten, Bodenbeläge oder die Gartengestaltung in Eigenregie erfolgen.

Ausbauhaus Preise 2026: Was kostet ein Ausbauhaus aus Holz?

Der Preis für ein Ausbauhaus hängt stark von Bauweise, Größe und individueller Ausstattung ab. Als Orientierung für 2026 gelten diese Richtwerte:

Ausbauhaus-Preise 2026 nach Ausbaustufe

Ausbaustufe Preis / m² Wohnfläche Beispiel 100 m² Beispiel 140 m²
Ausbauhaus (Rohbau, wetterfest) 1.800–2.500 € 180.000–250.000 € 252.000–350.000 €
Technikfertig 2.200–2.900 € 220.000–290.000 € 308.000–406.000 €
Schlüsselfertig (Standard) 2.500–3.600 € 250.000–360.000 € 350.000–504.000 €
Alle Angaben beziehen sich auf das Gebäude ab Oberkante Bodenplatte. Grundstück, Bodenplatte, Erschließung und Baunebenkosten kommen separat hinzu – eine ausführliche Gesamtkalkulation finden Sie in unserem Ratgeber zu Holzhaus-Preisen.

Beispielrechnung: Ausbauhaus 140 m²

  • Rohbau ab OK Bodenplatte (140 m² × 2.200 €/m²) 308.000 €
  • Materialkosten Innenausbau (ca. 400–600 €/m², unabhängig von Eigenleistung) 56.000–84.000 €
  • Grobe Investition ab Oberkante Bodenplatte inkl. Materialkosten Ausbau 364.000–392.000 €
Grundstück, Erschließung und Baunebenkosten sind hier noch nicht enthalten.
Beispiel Sanitärkosten: Für die Sanitärinstallation im Innenausbau kalkulieren Sie überschlägig mit 65 bis 70 € pro m² Wohnfläche bzw. rund 4–5 % der Gesamtbaukosten – unabhängig davon, ob ein Fachbetrieb die Arbeiten übernimmt oder Sie diese koordinieren.

Warum die Preisspanne so groß ist

„Ausbauhaus“ ist kein standardisiertes Produkt. Einfache Bausatz-Ausbauhäuser mit Katalog-Grundriss starten bereits ab rund 85.000 € für den reinen Rohbau – ohne individuelle Architektenplanung und mit einfacher Ausstattung. Ein individuell geplantes Ausbauhaus mit hochwertiger Fassade liegt entsprechend am oberen Ende der Spanne. Fragen Sie bei jedem Angebot konkret: Ist die Bodenplatte enthalten? Welche Fenster- und Dämmqualität ist kalkuliert? Gilt eine Festpreisgarantie?

Einsparpotenzial durch Eigenleistung: Wie viel lässt sich wirklich sparen?

Je nach Hausgröße und Umfang der übernommenen Arbeiten liegt das realistische Einsparpotenzial bei einem Ausbauhaus zwischen 10.000 und 40.000 Euro – in Einzelfällen mit sehr hohem Eigenleistungsanteil auch deutlich mehr. Diese Ersparnis entsteht praktisch ausschließlich durch eingesparte Arbeitskosten. Die Materialkosten für Dämmung, Trockenbau, Fliesen oder Sanitärobjekte fallen unabhängig davon an, ob ein Handwerksbetrieb oder Sie selbst die Arbeiten ausführen.

Beispielhafte Wirkung der Eigenleistung (140 m², mittleres Segment)

Ohne Eigenleistung Mit hoher Eigenleistung
Ausbaustufe Schlüsselfertig Ausbauhaus
Arbeitskosten Innenausbau vollständig durch Fachbetriebe größtenteils in Eigenregie
Geschätzte Ersparnis ca. 15.000–35.000 €
Zeitaufwand für Sie als Bauherr gering mehrere Monate bis über ein Jahr
Tipp – Richtmeistermontage Bei manchen Anbietern lässt sich zusätzlich sparen, wenn Sie unter Anleitung eines erfahrenen Zimmermanns beim Abladen und Errichten der tragenden Gebäudeteile mithelfen. Der Fachmann koordiniert und leitet die Montage fachmännisch, Sie bringen zusätzliche Arbeitskraft ein – so reduzieren sich die Montagekosten, ohne dass die Statik in Ihre Verantwortung übergeht. Ein oft unterschätzter finanzieller Vorteil: Viele Banken erkennen nachgewiesene Eigenleistungen beim Hausbau als Eigenkapital-Äquivalent an. Das senkt Ihren Fremdkapitalbedarf und kann sich positiv auf die Finanzierungskonditionen auswirken – sprechen Sie das frühzeitig mit Ihrem Finanzierungsberater ab.

Für wen eignet sich ein Ausbauhaus?

Als Einfamilienhaus ist das Ausbauhaus-Konzept besonders verbreitet, weil hier die Eigenleistung am direktesten in die eigene Wohnqualität und das eigene Budget einzahlt. Das Prinzip lässt sich ebenso auf ein Doppelhaus übertragen, bei dem sich zwei Bauparteien Aufgaben und Ausbaukosten teilen. Bei Mehrfamilien- oder Objektbauten ist der Ausbauhaus-Ansatz aufgrund der höheren technischen und rechtlichen Anforderungen dagegen deutlich seltener sinnvoll.

Passt ein Ausbauhaus zu Ihnen?

Handwerkliches Geschick – eigenes Können oder ein verlässliches Netzwerk aus Freunden, Familie und lokalen Fachbetrieben
Zeitliche Kapazität – Zeit neben Beruf und Familie, oft über mehrere Monate verteilt
Organisationstalent – Koordination mehrerer Gewerke inklusive Terminketten und Materialbestellungen
Finanzieller Puffer – Reserve für den Fall, dass einzelne Arbeiten doch an einen Fachbetrieb vergeben werden
MAX Haus S 210 Innenansicht mit Blick nach draußen auf einen SeeInnenraum eines MAX-Holzhauses, MAX Holzbau

Welche Eigenleistungen sind sinnvoll – und welche besser nicht?

Nicht jede Aufgabe eignet sich gleichermaßen für die Eigenregie. Bei MAX Holzbau setzen wir bewusst nicht auf ein reines „Do-it-yourself“-Prinzip, sondern auf eine begleitete Eigenleistung: Sie übernehmen die Arbeiten, die Sie realistisch beherrschen – wir stehen bei den technisch anspruchsvollen und gewährleistungsrelevanten Gewerken zur Seite.
Gut geeignet – auch ohne Fachausbildung Nur mit Erfahrung oder Unterstützung Besser dem Fachbetrieb überlassen
Bodenbeläge wie Laminat, Vinyl oder Fliesen im einfachen Format verlegen Einbau von Türzargen und Innentüren Elektroinstallation (gesetzlich meist ohnehin Fachbetrieben vorbehalten)
Malerarbeiten und Tapezieren im Innenbereich Dachinnenverkleidung und Kaminverkleidung Sanitär- und Heizungsinstallation
Gestaltung von Garten- und Außenanlagen Schreinerarbeiten bis hin zum individuellen Möbelbau Alles, was die luftdichte Gebäudehülle oder die Statik betrifft
Einfache Trockenbauarbeiten unter fachlicher Anleitung
Fehler im Ausbau – etwa eine undichte Dampfbremse oder falsch dimensionierte Leitungen – sind im Nachhinein oft teurer als die ursprünglich „gesparten“ Handwerkerkosten. Eine ehrliche Selbsteinschätzung zahlt sich aus. Zugleich gewinnen Sie beim Ausbau in Eigenregie einen echten Lerneffekt und eine besondere Verbindung zum eigenen Zuhause.

Vor- und Nachteile eines Ausbauhauses aus Holz im Überblick

Vorteile Nachteile / Zu bedenken
● Deutlich geringere Baukosten möglich (10.000–40.000 € Einsparung) ● Hohe individuelle Gestaltungsfreiheit beim Innenausbau ● Eigenleistung kann als Eigenkapital-Äquivalent bei der Finanzierung angerechnet werden ● Frühzeitiger Einzug in die wetterfeste Hülle möglich, Ausbau parallel zum Wohnen denkbar ● Natürliches, gesundes Raumklima durch den Baustoff Holz ● Lerneffekt und persönliche Verbindung zum eigenen Zuhause ● Hoher Zeit- und Organisationsaufwand neben Beruf/Familie ● Für Eigenleistungen besteht meist keine Gewährleistung durch die Baufirma ● Fehlende Fachkenntnis kann zu kostspieligen Nacharbeiten führen ● Bauzeit bis zur vollständigen Fertigstellung oft länger als bei schlüsselfertigen Häusern ● Handwerkliches Geschick oder verlässliches Netzwerk nötig ● Kann bei unrealistischer Selbsteinschätzung schnell überfordern

Fertig-Ausbauhaus vs. individuell geplantes Ausbauhaus

Der Begriff „Fertig-Ausbauhaus“ wird häufig für zwei unterschiedliche Konzepte verwendet, die Sie vor der Entscheidung auseinanderhalten sollten:
Katalog-Modell Unser Ansatz

Serienmäßiges Fertighaus-Ausbauhaus

Ein standardisiertes Haus aus dem Modellkatalog wird als Bausatz oder in Ausbaustufe geliefert. Meist die günstigste Option, aber wenig Spielraum bei Grundriss und Fassadengestaltung – ideal, wenn Ihnen ein bewährtes, unkompliziertes Konzept wichtiger ist als maximale Individualität.

Individuell geplantes Ausbauhaus

Architekten planen das Haus passgenau auf Ihr Grundstück und Ihre Wünsche zu, die Ausbaustufe wird trotzdem flexibel als „Ausbauhaus“ umgesetzt. Ein Haus, das exakt zu Grundstück, Familiengröße und Lebensstil passt.
Bei MAX Holzbau verzichten wir bewusst auf ein starres Katalog-Modell und planen jedes Ausbauhaus individuell – Sie profitieren trotzdem vom hohen Vorfertigungsgrad unserer Werksproduktion, der die Bauzeit auf der Baustelle um bis zu 75 % gegenüber klassischer Baustellenfertigung verkürzt.

Baugenehmigung, Finanzierung und Gewährleistung

Baugenehmigung Baustelle vorbereiten Finanzierung Gewährleistung
Für ein Ausbauhaus gelten dieselben baurechtlichen Vorgaben wie für jedes andere Wohnhaus. Für den Bauantrag benötigen Sie in der Regel, neben einem amtlichen Lageplan, einen Flurkartenauszug sowie je nach Bundesland einen Entwässerungsplan. Prüfen Sie zusätzlich kommunale Bebauungsplan-Vorgaben zu Fassadenmaterial und Farbgebung. Neben der Bodenplatte sollten Sie frühzeitig an die Baustelleneinrichtung sowie provisorische Versorgungsanschlüsse für Wasser und Strom denken – beides wird für den Ausbau in Eigenregie benötigt. Sprechen Sie geplante Eigenleistungen frühzeitig mit Ihrer Bank ab. Wird die Eigenleistung als Eigenkapital-Äquivalent anerkannt, verbessert das häufig Ihre Finanzierungskonditionen. Planen Sie zusätzlich einen finanziellen Puffer ein. Für Leistungen der Baufirma gilt die übliche gesetzliche Gewährleistung, marktüblich rund 5 Jahre. Für in Eigenregie ausgeführte Arbeiten haftet in der Regel der Bauherr selbst – klären Sie diese Schnittstelle vor Vertragsabschluss schriftlich.

So läuft der Bauablauf bei MAX Holzbau ab

Schritt 1 Beratung und Planung Schritt 2 Fertigung und Montage Schritt 3 Übergabe und Ausbau
Gemeinsam legen wir fest, welche Ausbaustufe zu Ihrem Budget, Ihrem handwerklichen Können und Ihrem Zeitplan passt, und erstellen ein transparentes Angebot. Decken- und Dachelemente werden mit hohem Vorfertigungsgrad im Werk produziert und in kürzester Zeit auf Ihrer Baustelle montiert – Ihr Haus ist innerhalb weniger Tage wetterfest. Ab der vereinbarten Ausbaustufe übernehmen Sie die weiteren Arbeiten. Nach Fertigstellung der vertraglichen Leistungen erfolgt eine Abnahme und Übergabe. Danach übernehmen Sie die weiteren Arbeiten oder beauftragen selbst verschiedene Ausbaugewerke.
Je nach vereinbarter Ausbaustufe empfiehlt sich eine gemeinsame Abnahme nach jedem größeren Bauabschnitt sowie eine abschließende Endabnahme – das schafft Klarheit über den jeweiligen Verantwortungsbereich zwischen Firmen- und Eigenleistung.

Checkliste: Den richtigen Anbieter für Ihr Ausbauhaus finden

Liegt eine detaillierte, schriftliche Bau- und Leistungsbeschreibung vor, aus der die genaue Ausbaustufe hervorgeht?
Ist die Bodenplatte oder das Fundament im Angebot enthalten oder separat zu kalkulieren?
Gilt eine Festpreisgarantie ohne Preisgleitklauseln?
Wie genau ist die Schnittstelle zwischen Firmen- und Eigenleistung definiert – und was passiert, wenn sich daran während der Bauphase etwas ändert?
Erhalten Sie während der Ausbauphase fachliche Unterstützung, oder sind Sie ab Übergabe komplett auf sich gestellt?
Verfügt der Anbieter über anerkannte Gütezeichen für den Holzhausbau (z. B. RAL-Gütezeichen 422)?
Wie lange ist die vertragliche Gewährleistungsfrist – und gilt sie auch bei Schnittstellen zur Eigenleistung?
Können Sie Referenzprojekte in vergleichbarer Bauweise besichtigen?
MAX Holzbau begleitet Sie mit über 30 Jahren Erfahrung im Holzbau und einem klaren, transparenten Angebotsprozess durch jede Phase Ihres Ausbauhaus-Projekts – von der ersten Beratung bis zur Übergabe der wetterfesten Hülle und darüber hinaus.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Ausbauhaus am Ende wirklich günstiger als ein schlüsselfertiges Haus?
In der Gesamtsumme ja – aber nur bei der Arbeitszeit, nicht beim Material. Bei 140 m² zahlen Sie für den Rohbau als Ausbauhaus rund 300.000 Euro inklusive Bodenplatte statt ca. 480.000–500.000 € schlüsselfertig, plus ca. 130.000–150.000 € Materialkosten für den Innenausbau. Unterm Strich bleiben real ca. 50.000 € Ersparnis durch Eigenleistungen.
Wie lange dauert es vom Baubeginn bis zum Einzug insgesamt?
Die wetterfeste Hülle steht durch die Vorfertigung meist nach 3 bis 5 Werktagen. Bis zum tatsächlichen Einzug kommt aber die Ausbauphase in Eigenregie hinzu – je nach Umfang der Eigenleistung realistisch weitere mehrere Monate bis zu einem Jahr.
Was passiert, wenn ich die geplante Eigenleistung während des Baus nicht wie vorgesehen schaffe?
Das ist im Ausbauhaus-Konzept eingeplant: Sie können jederzeit einzelne Gewerke nachträglich an einen Fachbetrieb vergeben, statt sie selbst auszuführen. Das kostet zusätzlich, ist aber unkompliziert – klären Sie im Vorfeld mit Ihrem Anbieter, wie kurzfristig sich das umsetzen lässt und welche Mehrkosten dabei realistisch entstehen. Genau dafür lohnt sich der finanzielle Puffer, den Sie ohnehin einplanen sollten.
Autoreninfos
antje-baumgart-max-holzbau-team

Antje Baumgart

M.Sc. Architektur und Umwelt

Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026

Antje Baumgart

M.Sc. Architektur und Umwelt

Als beratende und planende Ingenieurin verantwortet Frau Baumgart die technische Auslegung unserer Holz-Hybrid-Projekte – von der ersten Konzeptidee bis zur ausführungsreifen Konstruktion. In ihre Entwürfe fließt langjährige Erfahrung im Zusammenspiel von Holz, Beton und Stahl ein: Sie entwickelt Tragwerkslösungen, die Statik, Brandschutz und Nachhaltigkeit gleichermaßen im Blick behalten, und ermittelt für jede Bauaufgabe die Materialkombination, die sowohl technisch trägt als auch gestalterisch überzeugt.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Außenwand – Holzfassade vertikal

Außenwand der Holzfassade in vertikaler Ansicht